Spare, spare, Zukunft baue -- Baden-Württemberg vorne beim Energiesparen

Veröffentlicht am 14.12.2013 in Politik

Die Energiewende zum Erfolg zu führen, ist eine der wichtigsten Aufgaben, um die Zukunft unseres Landes auf ein stabiles Fundament zu stellen.

Der Energiehunger darf uns nicht zu den gleichen kurzfristigen Entscheidungen führen wie Esau, der hungrig sein „Erstgeborenen Recht“ für eine Linsensuppe an seinen Bruder Jakob abgetreten hat.

Ein Vergleich zeigt deutlich, dass Energieeffizienz der Schlüssel zum Erfolg ist: Wenn jeder Acker, jede landwirtschaftliche Fläche in Deutschland zur Produktion von Biogas genutzt würde, könnten wir damit nur 5% unseres Primärenergiebedarfs befriedigen.

In der völlig überzogenen Diskussion um die EEG-Umlage geht der Aspekt des sparsamen Umgangs mit Energie, die Energieeffizienz, oftmals völlig unter. Welche Schritte in dieser Richtung bereits unsere Gemeinden und die Landesregierung Baden-Württemberg gehen und welchen Zick-Zack-Kurs die Kanzlerin fährt, wird im Folgenden kurz geschildert:

European Energy Award in Gold für Friedrichshafen

Die Energiewende ist nur erfolgreich, wenn auch die Einsparung von Energie gelingt. Die Stadt Friedrichshafen hat ein umfangreiches „Energie- und Klimaschutzkonzept Friedrichshafen 2020“ aufgelegt und fördert seit Jahren auch die privaten Investitionen zur Energieeinsparung. Die Auszeichnung mit dem European Energy Award in Gold ist eine Bestätigung, dass der eingeschlagene Weg der Stadt in Sachen Energie- und Klimaschutz richtig ist.

Nahwärmenetz für Kluftern

Mit dem Neubau der Mehrzweckhalle erhält Kluftern ein Nahwärmenetz für die umliegenden öffentlichen Gebäude. Das Feuerwehrhaus wurde bereits mit guter Wärmeisolation ausgestattet, díe neue Halle wird ebenfalls mit einen hohen Standard an Energieeffizienz gebaut. Auf den Dächern von Feuerwehr- und Bürgerhaus, Bauhof sowie Schule befinden sich Photovoltaik-Anlagen.

Der Bodenseekreis und die Windkraft: Der Bodenseekreis kann aus einer der effektivsten Techniken zur Stromerzeugung, der Windkraft, wegen Windarmut in der Region nur wenig Nutzen ziehen. Daher ist für uns am See die Energieeffizienz die erste Wahl.

Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur Ravensburg sagt dazu: „Die Energieeinsparung ist das größte Potential: Die Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, muss nicht erzeugt werden!“

Baden-Württemberg fördert Energieeinsparung mit 2,4 Milliarden

Die Landesregierung stellte über die Landesbank hierfür 1,5 Milliarden Euro zinsgünstiger Kredite zur Verfügung. Auf Anfrage von Bernd Caesar (Mitglied im Kreisvorstand) informierte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid, die Mittel seien seit Oktober 2013 sogar auf 2,4 Milliarden Euro aufgestockt worden. Damit lägen sie um rund 1 Milliarde über der hoch gelobten bayrischen Förderung. So wird der Baden-Württembergische Mittelstand fit gemacht für die Zukunft, in der Energieeffizienz ein Schlüssel zum Erfolg ist.

siehe auch: .http://www.nils-schmid.de/index.php?nr=73741&menu=13

Zick-Zack-Kurs der Kanzlerin

Der Zick-Zick-Kurs der Wende-Kanzlerin Merkel sei noch einmal in Erinnerung gerufen:    "Als Umweltmi­nisterin hat sie die erneuerbaren Energien lächerlich gemacht, dann war sie die Klimakanzlerin, dann war sie auf einmal Madame für die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken, dann war sie die Kanzlerin des erneuten Atomausstiegs und jetzt versucht sie den Zubau der Erneuerbaren zu stoppen. Beim Energiekapitel im Koalitionsvertrag schritt die Bundeskanzlerin persönlich hier ganz stark ein und machte deutlich, dass sie eine Veränderung ihrer eigenen Politik will", sagte der Energieexperte der SPD Ulrich Kelber in einem Interview mit der Deutschen Welle.

Superminister Sigmar Gabriel braucht starke Nerven

Mit Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel hat die SPD die große Chance, die Energiewende erfolgreich zu gestalten. Zu wünschen ist Sigmar Gabriel eine glückliche Hand, starke Nerven und viel Erfolg. Die mächtigen Energiekonzerne werden es ihm nicht leicht machen.

Rot-Grün in der neuen Bundesregierung

Sigmar Gabriel hat einen Grünen zum Staatssekretär in sein Ministerium berufen: Rainer Baake, bisher Direktor des Berliner Thinktanks Agora Energiewende, seit April 2012 Leiter der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation, arbeitete bereits als Staatssekretär unter Joschka Fischer im hessischen Umweltministerium, unter Jürgen Trittin und Sigmar Gabriel im Bundesumweltministerium. Sigmar Gabriel hat sich einen ausgewiesenen politischen Kenner der Energiebranche und der Energiewende an Bord geholt.

 

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