Besuch der Gemeinde Stetten

Veröffentlicht am 11.10.2018 in Fraktion

Von links: Jochen Jehle, Dieter Stauber, Ingrid Sauter, BM Daniel Heß, Norbert Zeller, Michael Wilkendorf

Verkehrsfragen und das Thema Wohnen waren Schwerpunkte des Gesprächs der SPD-Kreistagsfraktion mit Bürgermeister Daniel Heß aus Stetten, der „kleinsten selbständigen Gemeinde“ im Bodenseekreis, wie er stolz bemerkte. Mit 1070 Einwohnern und 430 ha, habe Stetten seinen dörflichen Charakter bewahrt und sei geprägt durch Wein- und Obstbau. Und was den wenigsten bewusst sei, so der Bürgermeister, Stetten verfüge über einen eigenen Uferbereich, immerhin auf einer Länge von 1,1 km. Der Uferweg sei touristisch stark frequentiert, was erhebliche Probleme mit sich bringe. Einig waren sich Bürgermeister und die SPD-Kreisräte darüber, dass der Uferweg für die extreme Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer viel zu eng gebaut ist und dringend ausgebaut werden müsste. Hier sehen die Gesprächspartner vor allem das Land Baden-Württemberg in der Verpflichtung, allen voran Tourismusminister Guido Wolf.  Zusätzlich zum Fußgänger- und Radfahrverkehr kämen verstärkt unerlaubt parkende Autos. „Diese verbotene Unsitte belaste nicht nur die Fahrwege, sondern gefährde auch Mensch und Natur“, kritisiert Heß. Da der Bodenseekreis für die Kontrolle des ruhenden Verkehrs zuständig sei, sollen der Landrat und seine Verwaltung hier Lösungsvorschläge machen, fordert  Norbert Zeller, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Das Hauptverkehrsproblem für Stetten seien jedoch die Bundesstraßen. „Auf engstem Raum wird durch die Gemeinde die B 31 und B 33 geführt, was eine erhebliche Belastung für die Menschen bedeutet“, stellt der Bürgermeister nüchtern fest und fordert alle zur sachlichen Zusammenarbeit auf. Das Thema Straßenverkehr sei kein Thema von Stetten, sondern betreffe die gesamte Region. Deshalb sei es gerade auch für die SPD wichtig, nach gemeinsamen Lösungen zu suchen und sich „nicht gegenseitig zu zerfleischen“, wie Zeller betonte. Alle würden nun gespannt auf die Bewertungen der Trassenführungen des Regierungspräsidiums Tübingen warten. Auf dieser Basis müsse dann konstruktiv und möglichst schnell eine Trasse gefunden werden, „hinter der hoffentlich viele stehen“. Dabei ist es für Kreisrat Michael Wilkendorf wichtig, auch eine Tieferlegung der B 31 mit Überdeckelung (Tunnel) als realistische Variante miteinzubeziehen.  Und Dieter Stauber erinnerte daran, dass die Straßenverkehrskonzeption immer eingebettet sein müsse in ein Gesamtverkehrskonzept, einschließlich des öffentlichen Verkehrs.

Angespannt ist auch die Wohnungssituation in Stetten wie im gesamten Bodenseekreis. Die Gemeinde verfüge über keine eigenen Bauflächen, so Bürgermeister Heß. Deshalb sei sie auf die wohlwollende Zusammenarbeit mit Eigentümer privater wie landwirtschaftlich genutzter Flächen angewiesen. Schließlich hätten die jungen Stettener auch ein Recht in ihrer Heimatgemeinde ihre Zukunft zu haben. Unterstützung fand der Bürgermeister bei den SPD-Kreisräten, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die angespannte Wohnungssituation zu verbessern. Zeller: „Dies wird aber nicht einfach sein“.

Mit Wohlwollen vernahmen die Kreisräte die Bemühungen der Gemeinde in Sachen Ausbau der Kinderbetreuung. Da es derzeit kein Angebot für Kinder unter 3 Jahren gebe, sein man dabei eine solche Gruppe einzurichten um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, berichtete Heß. Lob bekam der Bürgermeister von Kreisrätin Ingrid Sauter für seine Äußerungen zur Kindergartenfachberatung des Bodenseekreises. Stetten arbeite hervorragend und zur vollsten Zufriedenheit mit der neuen Stelle im Landratsamt zusammen, die vor allem auf Betreiben der SPD eingerichtet wurde. Auch der Bau einer Mensa für die Kinder des Kindergartens und der Grundschule wurde als wichtiger Schritt in Richtung Ausbau der Ganztagsangebote von Seiten der SPD gewürdigt.

 

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